Seit Jahrzehnten stehe ich Nachts auf, gerade noch ein Stück vorgeschlafen und voller Vorfreude und Kribbeln das Internet oder die dritten Programme angestellt. Dann kommen die ersten Zusammenfassungen und mal ehrlich ... ich hab seit Tagen nichts anderes gesehen. Jeden Athleten studiert, Prognosen gelesen, Statistiken angeschaut und mich im Hawaii Traum versenkt. Und nun wird das Warten schier unendlich, bis die Waschmaschine (Schwimmstart) der Age-Grouper auf den Übertragungsbildern zu sehen ist. Wahnsinn, immer wieder ein unglaublich! Überall bei den großen Wettkämpfen sieht es so aus und ich hab schon spektakulärere Wettkämpfe mitgemacht. Dennoch, Kona ist einfach anders!

In diesem Jahr war es besonders spannend, da so viele deutsche Favoriten an den Start gegangen sind. So viele wie noch nie. Irre. "Das Triathlonvolk" antwortet nun mit geballter Macht. 

 

 

Oft waren die Nächte sehr lang. Klar, wenn man nicht dabei ist und es zum 20. Mal im Fernsehen schaut, sind die stundenlangen Radkilometer gerade zu ermüdend. Und dann schläft man doch mal eine Stunde weg und schaut den Rest. Diesmal war es aber ganz anders. Packend, irreführend, verrückt, ungeplant und aufregend. Die Männer in Gruppen so groß wie die Agegrouper Rudel mit permanentem Wechsel. Bei den Frauen unberechenbare neue Konkurrentinnen und Auserwählte die leider ausschieden. Irre Geschwindigkeiten! Zeitstrafen! Hin und her!

Gebannt wie beim IRONWAR! Was für ein Spektakel. Für mich eins der besten Rennen neben dem vom Vorjahr und den Battles von Chrissie Wellington und Mirinda Carfrae. Und dann noch Patrick Lange. Wo kam der denn her!? Ich diskutierte noch wild mit Freunden wie unglaublich viel Zeit Jan Frodeno dem Sebsatin Kienle Zeit bei den Verpflegungsstationen abnahm. 20 Sekunden, ran laufen, 30 Sekunden, ran laufen... das konnte nur hart werden. "Sebie" hat Korn um Korn verloren. Und dann sieht man Patrick ohne jegliches langsamer werden rauschte er an den Verpflegungsstationen vorbei, an der Konkurrenz. Trikot auf und rein. Ja, man kann auch solche Dinge optimieren. Klasse, was für einen überragende Leistung aller Athleten, aber insbesondere unsere Deutschen! Und na ja, da war dann auch noch der "Angry Bird" (Daniela Ryf). Ich komme aus dem Schwärmen nicht mehr raus.

Ich hab die Videos natürlich Dutzende Mal verschlungen. Ihr auch?! Besonders zum laufenden Wettkampf und im Nachgang war noch eine Sache interessant eine animierte Infografik. Es zeigt genau wie sich der Wettkampf entwickelt und vor allem verändert:

Zu den Ironstats

Wer bekommt da nicht Lust den Traum von Hawaii doch noch zu erleben(?)!

2016 IRONMAN World Championship
In voller Länge: https://youtu.be/BcBjgO0CPK0

Die Übertragung in drei Parts:
1. Part: https://youtu.be/refXP4KDhEg
2. Part: https://youtu.be/YSkp-2wiV_M
3. Part: https://youtu.be/AOcPmaNKlDw

 

Autor: Marcel Neiber – Swimbikerun.coach - Triathlon Coaching - Berlin